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Rohstoffe - Kupfer: Im Banne des Virus

Januar 2020. Seit Mitte Januar ist der Kupferpreis gewaltig unter Druck geraten. Spätestens seit den zweiten und dritten Meldungen über die Verbreitung des neuartigen Coronavirus und den exponentiell steigenden Zahlen infizierter Menschen in China, steht das rötlich glänzende Industriemetall auf der Verkaufsliste. Notierte Kupfer Mitte Januar noch bei rund 6.300 USD je Tonne, ist der Preis während der letzten Handelstage um rund 10%  auf 5.700 USD je Tonne eingebrochen. 

Hintergrund des heftigen Preisverfalls sind Nachfrage-Sorgen. Die weltweite Kupfernachfrage könnte aufgrund der schnellen Ausbreitung der Lungenkrankheit einbrechen. Tatsächlich schwächelt Chinas Wirtschaft seit geraumer Zeit, der Handelskrieg mit den USA hat der Konjunktur im Reich der Mitte ebenfalls zugesetzt. China hat 2019 rund 53,3% des weltweiten Kupfers verbraucht. Sollte sich die Wirtschaftsleistung der Volksrepublik im Zuge der Corona-Virus-Krise also deutlicher abschwächen, dürfte dies an der Kupfernachfrage nicht spurlos vorübergehen. Und damit natürlich auch an der Preisentwicklung des Industriemetalls. 

Als weiterer kurzfristiger Belastungsfaktor wurde der starke Anstieg der Kupferlagerbestände an den Metallbörsen ausgemacht. So sind die Lagerbestände an der Londoner Metallbörse LME in der vergangenen Woche um mehr als 50% auf 190.075 Tonnen gestiegen. In China kletterten die Bestände um 15% auf 155.839 Tonnen und damit auf den höchsten Stand seit September 2019. Aus technischer Sicht kommt dem Preisbereich zwischen 5.500 und 5.600 USD je Tonne Kupfer eine große Bedeutung bei. Sollten sich die Notierungen hier nicht wieder stabilisieren, drohen weitere deutliche Abgaben.

FAZIT

Der Kupferpreis hat zügig von leicht überkauft auf überverkauft gedreht. Eine Stabilisierung ist aktuell noch nicht erkennbar. Wer unserer jüngsten Empfehlung gefolgt ist, hat seine Long-Gewinne knapp unterhalb von 6.000 USD je Tonne per StoppLoss gesichert und wartet nun erst einmal die weitere Entwicklung ab. Quelle: Stefan Ziermann, Fuchs-Kapital


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