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Börse: Rezession als Hoffnungsträger

Die Aktienbörsen setzen ihre Bodenbildung fort. Die Unterstützungen im DAX bei 11.800 Punkten und im Dow bei knapp 29.000 Zählern haben sich erneut als tragfähig erwiesen. Von dieser Basis ging es ordentlich aufwärts. Ein Durchmarsch auf die oberen Begrenzungen des laufenden Abwärtstrends ist aber noch keine ausgemachte Sache.

Die aktuellen Marktdaten zeigen ein sehr ambivalentes Bild. Der Inflationsdruck bleibt hoch. Die Erzeugerpreise sind zuletzt um 45% gestiegen im Jahresvergleich. Insgesamt liegt die aktuelle Inflationsrate in der Eurozone bei 9,9%.

Die Hoffnungen der Anleger auf eine baldige Entschleunigung von Seiten der Notenbanker lässt sich damit nicht begründen. Was für die USA ebenfalls nicht ins Bild passt, ist die Entwicklung der Mieten. Die steigen in den USA kräftig weiter, so der Broker CMC. Auch der Lohndruck ist weiter hoch. Das bestätigt uns in der Annahme, dass die Fed mindestens bis zum Jahresende ihr Tempo beibehalten wird.

Einen weiteren US-Zinsanstieg signalisiert auch der Goldpreis. Der bleibt weiter im Abwärtstrend gefangen. Die Notierungen sind inzwischen wieder auf 1.635 US-Dollar je Feinunze gefallen. Fällt der Goldpreis unter 1.600 US-Dollar, dann dürfte sich die Sinkrate nochmals erhöhen. FUCHS-Kapital hält es aber für sinnvoll, das Edelmetall an der aktuellen Unterstützung zu kaufen. Einerseits gehört es zur Absicherung des Vermögens in ein Portfolio. Andererseits bietet sich taktisch eine gute Gelegenheit. Denn der Goldpreis könnte auch zügig wieder auf 1.750 US-Dollar steigen.

Immer mehr Faktoren deuten dennoch auf eine aufziehende Rezession hin. So fallen die Frachtraten in die USA kräftig. Auch die Zahl der Unternehmen, die weitere Preisanhebungen planen, geht sanft zurück. Die Nahrungsmittelpreise geben ebenfalls leicht nach. Diese aufkeimende US-Rezession wird von so manchem als Hoffnungsträger für einen deutlich nachlassenden Inflationsdruck gesehen.

In Europa ist der Gaspreis praktisch in den freien Fall übergegangen. Allein binnen vier Wochen hat er fast 40% verloren (FB vom 08.09.). Inzwischen kostet Gas wieder so viel wie vor einem Jahr. Im November 2021 lag der Gaspreiskontrakt (TTF) in Rotterdam bei 69 Euro/MWh. Daneben steigt der Ölpreis trotz der Ankündigung der OPEC+, die Fördermenge zu drosseln, nicht stark an. Das könnte allerdings auch von der Freigabe weiterer 15 Mio. Barrel Öl in den USA ausgelöst sein. US-Präsident Joe Biden hat diese Freigabe der strategischen Reserven angeordnet. Er will damit den Benzinpreisanstieg ausbremsen, der ihm nur wenige Wochen vor den US-Zwischenwahlen nicht gelegen kommt.

FAZIT:

Nach dem Anlauf nach oben brauchen die Börsen gerade eine Atempause. Es bleibt noch abzuwarten, ob die Börsen den Schwung nach oben fortsetzen können. Die Käufe nahe dem jüngsten Tief waren richtig und sollten jetzt abgesichert werden. So lange die Tiefs halten, ist die Bodenbildung intakt.

Quelle: Stefan Ziermann, Fuchs-Kapital.



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