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DAX und DOW – Korrekturmodus

März 2019. Die Jahresanfangsrally verliert an Schwung, die konjunkturellen Fundamentaldaten schwächeln leicht weiter – und schon werden die Notenbanken nervös. Die US-Geldhüter hatten ihre geldpolitische Kehrtwende schonvollzogen und Abschied von ihrem festen Zinsstraffungskurs genommen. Die europäischen Geldhüter ziehen nun nach.

Heute (Donnerstag) hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Konjunkturprognose deutlich zurückgenommen. Statt bisher 1,7% erwarten die Währungshüter nur noch 1,1% Wachstum für 2019. Parallel dazu haben die Geldhüter auch ihre Erwartungen für die Inflationsentwicklung reduziert. Das bedeutet: Die EZB zementiert die Nullzinsen noch tiefer ein, wird voraussichtlich bis ins Jahr 2020 daran festhalten. Quelle: Stefan Ziermann, Fuchs-Kapital

Darüber hinaus deuten die Währungshüter bei der Liquididätsversorgung für Banken weitere Großzügigkeiten an. So wird jetzt schon darüber diskutiert, dass die EZB ihre TLTRO-Programme verlängern könnte. Die versorgen die Banken in der Eurozone mit preiswertem Geld. Das derzeit laufende Programm endet im Juni 2020. Spätestens dann müssten die Geldhäuser der EZB gut 400 Mrd. Euro zurückzahlen. Weitere 400 Mrd. Euro müssen bis März 2021 beglichen werden.

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Die Andeutungen zur Verlängerung der überbordenden Liquiditätsversorgung sind eine Botschaft an die Börsen. Angesichts der gestiegenen Kurse und des sich eintrübenden konjunkturellen Ausblicks signalisiert die EZB, dass sie die Liqiuditätsversorgung extrem hoch halten wird. Eine Rückführung der TLTROs würde die Bilanz der EZB immerhin um 17% verkürzen. In einem schwachen konjunkturellen Umfeld würde das die Börsen und Banken voraussichtlich massiv unter Druck setzen. Dem wollen die Währungshüter schon in vorauseilendem Gehorsam vorbeugen.

Aus technischer Sicht haben die großen Aktienindizes akut Korrekturpotenzial. Seit dem tiefen und steilen Einbruch zum Jahresende 2018 ziehen die US-Aktien und im Schlepptau der DAX ohne Pause zum Luft holen nach oben. Im DAX beträgt das Plus seit Silvester fast 10%. Wir sehen den technischen Deckel bei 11.900 Zählern.

Eine technische Gegenbewegung ist längst überfällig. Die durchwachsenen Konjunkturdaten und der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China könnten ein guter Verkaufsanlass für Institutionelle sein, wenn sie realisieren, dass der steile Aufwärtstrend ausläuft. Im DAX kann es dann bis auf 11.000 Punkte nach unten gehen, im Dow bis auf 25.000 Zähler.

FAZIT
Die Luft für die Indizes wird deutlich dünner. Wichtige technische Widerstände bremsen die Rally jetzt. Wir rechnen mit einer Korrektur. Das Abwärtspotenzial liegt um 5%. Neue Käufe drängen sich aktuell nicht auf.


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