Tipps aus Trader-Interviews (2)

Daniel Haase, Gerd Ewert und Thomas Stridsman teilen Ihre Erfahrungen und geben Ihre Meinung über das Trading.

1. TRADER DANIEL HAASE UND GERD EWERT

Die beiden sind Verfechter der technischen Analyse und nutzen insbesondere die Trendfolge-Strategie auf mittel- bis langfristiger Zeitebene. Für ihr Analyse- und Handelssystem erhielten sie im Jahr 2009 den VTAD Award. Zum Zeitpunkt des Interviews setzten Daniel Haase und Gerd Ewert ihre Strategie im Rahmen eines Fonds um, der heute in dieser Form allerdings nicht mehr angeboten wird. In diesem Review fassen wir kurz die interessantesten Punkte aus dem Interview zusammen:

  • Die Kurse sind ein Mechanismus zur Vermittlung von Informationen, wie es schon Friedrich August von Hayek im Jahr 1946 beschrieb. Kein zentrales Komitee wird jemals dazu in der Lage sein, alle relevanten Informationen zusammenzutragen und richtig bewerten zu können.
  • Fundamentale Analysen können stark in die Tiefe gehen und Detailinformationen hervorbringen. Der Vorteil der technischen Analyse ist es, in die Breite zu gehen, komplexe Zusammenhänge bei Werten am gesamten Markt schnell zu erfassen und entsprechend zu reagieren. An der Börse geht es oft darum, das richtige zu tun, ohne sofort zu wissen, warum es das richtige ist.

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  • Die besten Aktien machen frühzeitig durch überdurchschnittliche relative Performance auf sich aufmerksam. Das Einstiegssignal von Daniel Haase und Gerd Ewert ist der Ausbruch über das mittelfristige, obere Bollinger-Band. Das Ausstiegssignal ist ein Ausbruch unter das untere Band. Short-Signale werden nicht umgesetzt, da für die Zusatzerträge eine deutlich volatilere Kapitalkurve in Kauf genommen werden müsste.

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  • Umfangreiche Backtests sind wichtig. Daniel Haase und Gerd Ewert haben mit Indizes sowie Aktien diverse Zeiträume und Märkte unter verschiedenen Einstellungen getestet. Sie haben auch untersucht, wie gut zwischenzeitlich optimale Einstellungen auf späteren Daten funktionierten.

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  • Unsere Emotionen sind das größte Hindernis auf dem Weg zum Börsenerfolg. Kleine realisierte Verluste sind eine Notwendigkeit, die sich nicht vermeiden lassen. Man darf diese nicht als persönliche Niederlage interpretieren. Nur durch Verluste lernen wir, was nicht oder nicht gut genug funktioniert, sodass dies wertvolles Feedback beinhaltet.

2. TRADER THOMAS STRIDSMAN

Thomas Stridsman ist ein bekannter Entwickler systematischer Handelsstrategien und besitzt eine Lizenz als Commodity Trading Advisor (CTA) in den USA. Zum Zeitpunkt des Interviews verwaltete er zwei Fonds bei Alfakraft Fonder. Thomas Stridsman ist vielen Anlegern als Autor seiner beiden Bücher über Handelssysteme und Money Management bekannt. In diesem Review fassen wir kurz die interessantesten Punkte aus dem Interview zusammen:

Trader Thomas Stridsman und Buch Trading Systems that Work.

  • Das Risiko- und Money-Management sind wichtiger als die genauen Regeln der jeweiligen Handelsstrategie. Mit anderen Worten: Es kommt vor allem darauf an, zu wissen, wie groß man traden sollte.
  • Thomas Stridsman verwendet keine zusätzlichen Filter, um eine bestehende Strategie zu verbessern. Wenn eines seiner Systeme nur mit einem Filter gut aussieht, ist es wohl einfach zu schlecht und sollte nicht eingesetzt werden, statt es zu optimieren.
  • Es wird immer Zeiten geben, in denen bestimmte Strategien schlecht performen. Das muss man einfach aushalten können. Niemand kann sich gegen alle Risiken absichern, damit sollte man sich als Trader anfreunden. Mit dem richtigen Trade-Management werden aber nach schlechten Phasen auch wieder gute kommen.
  • Trendfolge-Strategien sind profitabel, aber mitunter schwer durchzuhalten. Es kann eine Serie von Verlusten geben, die dann plötzlich durch einen großen Gewinn wieder aufgeholt werden. Allerdings wird man auch hier am Anfang und am Ende einen Teil der Bewegung einbüßen. Dies ist einfach die Art und Wiese, wie Trendfolge funktioniert.

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Lesen Sie: Trading Strategien

  • Stridsman glaubt nicht daran, trendfolgende Strategien mit Gegentrend-Ansätzen zu kombinieren. Dies kann dazu führen, dass sich die Nettoposition neutralisiert und man nur fortlaufend Gebühren erzeugt, ohne genügend echte Bewegung mitzunehmen. Thomas Stridsman kombiniert daher verschiedene trendfolgende Strategien, die sich ergänzen.
  • Man sollte niemandem vertrauen, außer dem aktuellen Kurs und sich selbst. Entwickeln Sie Ihre eigenen Strategien, wenn Sie dazu in der Lage sind, lassen Sie sich von Spezialisten dabei helfen oder leasen Sie Systeme, die tatsächlich und nachweislich profitabel sind.
  • Es ist nicht unbedingt das gleiche, ob ein System funktioniert und ob es Geld verdient. Wenn eine Trendfolge-Strategie in einer Seitwärtsphase Geld verliert, dann heißt das, dass das System funktioniert. Das Vertrauen des Traders sollte also auf seinen Verfahren, Methoden und Backtests beruhen.

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