Tipps aus Trader-Interviews (1)

Verschiedene Trader teilen Ihre Erfahrungen und geben Ihre Meinung über das Trading. 

1. TRADER PETER MILMAN

Peter Milman war zum Zeitpunkt des Interviews eigenverantwortlicher Trader und arbeitete zusammen mit seinem Bruder Serge. Der Titel des Artikels war „Gewinner im Finanzmarkt-Tsunami“. Damit ist seine überaus volatile Anfangszeit gemeint, in der er anhand vieler Verluste einiges lernen musste, aber auch große Gewinne erzielen konnte. Sein Handelsstil war zudem sehr kurzfristig, was das Ganze nochmals erschwerte. In diesem Review fassen wir kurz die interessantesten Punkte aus dem Interview zusammen:

  • Hohe Volatilität ist gut für kurzfristiges Trading. Allerdings gibt es auch Zeiten, in denen es an Bewegung mangelt. Zum einen sollte man daher die guten Zeiten entsprechend nutzen, um später auch ruhigere Phasen mit wenigen Gewinnchancen zu überstehen. Zum anderen sollten Trader lernen, auch in Zeiten geringer Volatilität Gewinne zu machen. Hier kommt es vor allem auf die Geduld an, wirklich gute Setups abwarten zu können.

Wünschen Sie ein Strategie für die Zeiten, in denen es an Bewegung mangelt?
Lesen Sie: Die MAD Rebound Trading Strategie - Sicherlich nicht verrückt.

  • Um Kernpositionen herum handeln. Eine gute Taktik ist es, eine längerfristige Kernposition zu halten und dann kurzfristig um diese herum zu handeln, wenn sich entsprechende Trading-Chancen ergeben. Hier können dann auch Buchgewinne relativ schnell mitgenommen werden.
  • Gute Einstiegspunkte sind der Schlüssel zum Erfolg. Sobald man einen guten Einstieg hat, erleichtert dies das Risikomanagement ungemein, da man mit „House Money“ arbeitet. Damit sind Buchgewinne gemeint, die bereits kurz nach dem Einstieg auf Break Even abgesichert werden können.

Wünschen Sie ein automatisierte Break Even Stop?
Lesen Sie: Verfügbare Ordertypen - Der Break-Even Stop

  • Kontinuierlich Geld zu verdienen ist verdammt schwer. Jeder kann Glück haben und einen guten Trade machen, aber auf Dauer ist Trading ein hartes Geschäft. Es gibt kein leicht verdientes Geld. Man muss Verluste schnell loswerden, Gewinne möglichst ausreizen, darf sich nicht in schlechten Positionen verfangen und sollte nur traden, wenn man klare Kriterien dafür hat.
  • Denken Sie immer an die 90/10-Regel. 10 Prozent der Trader verdienen 90 Prozent des Geldes. Es ist daher ein sehr ambitioniertes Ziel, mit Trading genug Geld zu verdienen, um davon leben oder sogar eine Familie ernähren zu können.
  • Auch Profis sollten jeden schlechten Handelstag genau analysieren. Erst, wenn man die Situation in Ruhe durchdenkt und versteht, was passiert ist, kann man daraus lernen und ein besserer Trader werden. In einem Drawdown macht es außerdem Sinn, die Positionsgröße zu reduzieren, um den Druck etwas zu verringern und den eigenen Rhythmus im Handel wiederzufinden.

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2. TRADER TIM KNIGHT

Zu Beginn seiner Karriere arbeitete Tim Knight in Führungspositionen bei verschiedenen Technologieunternehmen und handelte Aktien nur nebenbei. Später gründete er eine eigene Software-Firma. Zum Zeitpunkt des Interviews war Tim Knight als Hedgefund-Manager tätig. In dieser Rolle setzte er weiterhin auf seine Konzepte aus der Technischen Analyse, die den Grundstein seines Handelsansatzes darstellte. In diesem Review fassen wir kurz die interessantesten Punkte aus dem Interview zusammen:

  • Tim Knight verfolgt einen visuellen Ansatz. Statt Technische Analyse detailliert anzuwenden, schaut er vorrangig auf einfache Instrumente der Charttechnik wie Widerstands- und Unterstützungszonen in langfristigen Charts. Er hält die meisten Regelwerke für Handelsstrategien für zu kompliziert, um wirklich praktischen Wert zu haben und stabil zu funktionieren.
  • Man kann Emotionen zu seinem Vorteil nutzen. Ein Gefühl der Angst geht oft mit einer baldigen Wende zum Positiven einher, ein Gefühl der Euphorie dagegen mit einer baldigen Wende zum Negativen. Wer dies bei sich selbst bewusst wahrnimmt, kann die tatsächliche Lage oft besser einschätzen als „aus dem Bauch heraus“.
  • Immer feste Stopps setzen, keine mentalen Stopps. Wenn ein Kurslevel erreicht wird, dass sein Trading Setup widerlegt, möchte er automatisch und ohne weitere Fehlerquellen aussteigen.
  • Trading ist Arbeit. Tim Knight sitzt praktisch den ganzen Tag vor dem Rechner und analysiert hunderte, wenn nicht tausende Charts, um immer wieder neue Handelsideen zu entdecken.
  • Der Lernprozess im Trading dauert ein Leben lang. Auch, wenn man alle klassischen Fehler bereits gemacht hat, es werden immer neue passieren. Denn die Märkte ändern sich ständig, und als Trader muss man sich daran anpassen.

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